Hintergrund zur Sporttherapie Drucken
Geschrieben von: S. Hartmann   

Bei Kindern und Jugendlichen werden jährlich ca 1800 Krebs-Neuerkrankungen registriert. Die häufigsten Krebsarten sind hier Leukämie oder Hirntumore.
Leider können nur 3 von 4 Kinder geheilt werden.

Das Problem:

Durch hochprofessionelle Therapien in Kliniken kann und wird sich diese Quote in den nächsten Jahren zwar verbessern, offen bleibt aber die Frage, was nach einer Erfolgreichen Therapie kommt?
Die Kinder und Jugendlichen waren monatelang aus dem vertrauten sozialen Umfeld herausgerissen - eine ebenso professionelle Wiedereingliederung (Schule, Familie, Verein) ist für eine rasche Wiederherstellung der vollen gesundheitlichen Leistungsfähigkeit notwendig.

Das nächste Problem:
Die kleine Anzahl von betroffenen Jugendlichen und Kindern benötigen einen großen individuellen Aufwand bei der Rehabilitation. Aufgrund dieser hohen Anforderungen können nur wenige qualifizierte Sportprogramme für Kinder und Jugendliche nach Krebserkrankungen angeboten werden; Nicht nur aufgrund der hohen individuellen Kosten für Therapeuten und spezifische Sportanlagen.

So kann bei den Patienten ein Kreislauf entstehen, durchden es aufgrund des Bewegungsmangels zu wesentlichen Verschlechterungen des Genesungs und Heilungsprozesses kommen kann.
 

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Diesem Kreislauf kann jedoch mit gezielten Maßnahmen entgegengewirkt werden, denn es steht die Erkenntnis, dass sich Sport vor allem bei Kindern und Jugendlichen positiv auf:die eigentliche körperliche Heilung,  die Milderung von Nebenwirkungen sowie die seelischen Genesung.auswirkt.
 
Die Lösung:
Die geschilderten Probleme lassen sich mit folgenden Ansätzen lösen:
- Eigeninitative von Sportvereinen, sozialen Organisationen und Kommunen mit Unterstützung durch private Sponsoren
- Errichtung von Zentren der sportlichen Rehabilitation mit überregionalen Einzug.
- Enge Zusammenarbeiten von Eltern und Geschwistern, Sporttherapeuten und etablierten Sportvereinen

Kinder und Jugendliche müssen aus der abgesonderten Situation der Klinik wieder den Weg in die Öffentlichkeit finden, das heißt, erfolgreiche Sporttherapie muss in der Öffentlichkeit / im Freien stattfinden.
Psychische Spätfolgen können so weitgehend ausgeschlossen werden.
Das erfordert natürlich auch eine nachhaltige Betreuung der Kinder und Jugendlichen über einen Zeitraum von mehrerer Monaten.

Nach unserern Recherchen wird der TSV Stetten mit dem Programm "Sport nach Krebs für Kinder", beidem genau dies umgesetzt wird, eine Vorreiterrolle nicht nur im Landkreis Heilbronn übernehmen.

Heute werden bereits für Erwachsene solche oder ähnliche Programm angeboten und haben sich über Jahre hinweg etabliert, für Kinder und Jugendliche sind auch deutschlandweit Rehbilitationsprogramm in dieser Art nur sehr selten.

Eine Einrichtung wie die des TSV Stetten, der dauerhaften, individuellen Sporttherapie für Kinder und Jugendliche hätte nach unseren Recherchen Einmaligkeitscharakter in Deutschland!